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Lebensretter geehrt – 14-Jähriger rettete 5-Jährigen vor Ertrinken

by Babu Patil

Darmstadt – Dieser 14-Jährige war zur rechten Zeit am rechten Ort. Er zögerte nicht eine Sekunde, packte zu und rettete so einem Fünfjährigen das Leben.

Am Dienstag (13. September) wurde Luis Martins aus Griesheim von der Polizei für sein Handeln gelobt!

Am einem sonnigen Sonntag (19. Juni 2022) kommt es im Freibad Griesheim zu einem Badeunfall. Kurz nach Mittag, gegen 12.30 Uhr sieht Luis Martins einen scheinbar leblosen Körper im Wasser schwimmen, der Körper eines 5-jährigen Jungen. Der Körper des Kindes liegt flach aus dem Wasser, Luis Martins schubst ihn vorsichtig an. Doch es tut sich nichts, der Körper reagiert nicht.

Und genau da reagiert der 14-Jährige vorbildhaft: beherzt packt er zu, schleppt den kleinen Körper sofort aus dem Wasser, legt ihn in die stabile Seitenlage und ruft um Hilfe.

Und genau DAS rettete dem Fünfjährigen offenbar das Leben: „Aufgrund seiner Sensibilität, das Erkennen einer Notsituation, verbunden mit seinem sofortigen Handeln, wurde das fünf Jahre alte Kind vor dem Ertrinken gerettet.“, so die Polizei.

Am Dienstag (13. September) wurde dieses Handeln im Rahmen einer feierlichen Stunde im Polizeipräsidium Südhessen gewürdigt. Der Leitende Polizeidirektor Hartmut Scherer und der Leiter der Polizeistation Griesheim, Erster Polizeihauptkommissar René Lamby sprachen dem jungen Retter ihre höchste Anerkennung und ein großes Lob aus.

Die Beamten betonten, „wie wichtig die Eigenschaft ist, Notsituationen zu erkennen, Hilfe zu holen und aufeinander Acht zu geben.“

Appell einer Rettungsschwimmerin „Eltern riskieren
das Leben ihrer Kinder!“


17.08.2022

Achim Wiese, Pressesprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft ( DLRG), erklärt die wichtigsten Regeln:

►Springen Sie nie in unbekannte Gewässer – egal ob Teich, See oder Meer. Es besteht Verletzungsgefahr z.B. durch Felsen.

►Baden Sie nur, wo es eine Aufsicht gibt. Gibt es keine, schauen Sie, wo Leute im Wasser sind, fragen Sie, wo es tief wird.

►Kühlen Sie Arme und Beine ab, bevor Sie ins Wasser gehen. Nie mit vollem oder leerem Magen schwimmen.

►Nichtschwimmer sollten nur bis zur Brust ins Wasser.

►Haben Sie ein wachsames Auge auf Menschen, die nicht gut schwimmen können, damit Sie im Notfall schnell Hilfe holen können. Beispielsweise bei Kindern mit Migrationshintergrund ist Schwimmenlernen in den Herkunftsländern oft nicht üblich.

►Am See Vorsicht am Baggersee! Das Wasser ist lange flach und plötzlich fällt der Boden ab. Schwimmen Sie in Seen nicht zu weit vom Ufer weg. Es gibt Temperaturschichten mit teils mehr als zehn Grad Unterschied, das kann Kreislaufbeschwerden und Krämpfe auslösen.

►Am Fluss Baden Sie nicht in Flüssen! Die Strömung (im Rhein z.B.10 km/h) kann man nicht sehen, aber sie kann einen Erwachsenen mitreißen. Durch Schiffe und an Brückenpfeilern können sich gefährliche Strudel bilden.

►Am Meer Flaggensignale der DLRG beachten. Gelbe Flagge heißt: Gefahr insbesondere für Kinder und Nichtschwimmer. Rot: absolute Lebensgefahr! Badeverbot. An Nordseestränden (mit Ebbe und Flut) stehen Badezeiten auf Schildern. Meiden Sie Buhnen oder Steinwälle – gefährliche Strömungen sind möglich. Nie auf einer Luftmatratze ins Meer – ablandige Winde können Sie nach draußen treiben.

►Am Pool Selbst für einen Pool oder Gartenteich gilt: Kinder nie unbeaufsichtigt lassen. Sie können schon in zehn Zentimeter tiefem Wasser ertrinken....

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